Hecht

Fische ab 90 cm Größe sind hervorragende, strategisch oft versierte Kämpfer, deren Repertoire im Drill von Sprüngen über Kopfschütteln und Rollen bis hin zu zielgerichteten Fluchten in Kraut und Geäst reicht.
Deshalb sollte der verantwortungsbewusste Angler stabiles Gerät, eine gute Geflochtene und ein Stahlvorfach verwenden. Es tut weh, einen der seltenen Großhechte zu haken, und ihn dann wegen Materialschwäche zu verlieren. Abgerissene Fische verenden meist kläglich.
Ich fische Einzelhaken, wo immer es geht, da der Fisch diese nach einem Abriss viel leichter verkraftet als Drillinge. Auch die Zeiten der Wartens nach einem Hechtbiss („Zigarettenlänge“), wie es unsere Großväter noch machten, sind vorbei. Ein guter Hecht hat einen handlangen Köder bereits beim Biss voll im Maul, weshalb wir sofort anschlagen können. Warten wir, schluckt auch ein Untermaßiger den Köder. Das so verangelte Hechtlein muss getötet werden, lange bevor es zu einem Hecht abwachsen konnte.

Hechte unter 70 cm Länge sind lausige Speisefische, die zahlreichen Gabelgräten machen ihren Verzehr zum Gesundheitsrisiko mit Erstickungspotenzial. Die Filets größerer Hechte sind dagegen nicht zu verachten. Ob in Donau, Paar, Kaisersee, Europaweiher oder sonstwo, versucht euer Glück doch einmal auf unseren Räuber Nummer eins. Mit Wobbler, Blinker, Jerk, Gummi oder totem Köfi gehört die Angelei auf Hecht zu den abwechslungsreichsten überhaupt.

 

 

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